Veranstaltungen

Do 22. Juni
Frankfurt am Main
Dominikanerkloster
Ort: Dominikanerkloster
Kurt-Schumacher-Str. 23
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 18 / 12 Euro

Tickets

Carola Bauckholt, Jan Wagner und Ensemble Modern
Lesungskonzert zur Eröffnung der Frankfurter Lyriktage 2017

Die Frankfurter Lyriktage 2017 beginnen mit einer Premiere: Die Komponistin Carola Bauckholt und der Dichter Jan Wagner haben gemeinsam einen Abend konzipiert, dessen musikalischer Teil das Ensemble Modern aufführt. Die bereits mehrfach erprobte Zusammenarbeit zwischen einem Autor, der eigene Texte rezitiert, und dem Ensemble Modern wird in dieser neuen Auflage des Lesungskonzertes um eine entscheidende Dimension erweitert: Nunmehr ist eine Komponistin beteiligt, die eigene Stücke mit Wagners Gedichten kombiniert. Die Konstellation aus Carola Bauckholt und Jan Wagner verbindet zwei Meister ihres Fachs, die mitunter gewöhnlichen Alltagsdingen ungewohnte klangliche und poetische Qualitäten entlocken.

Die Komponistin Bauckholt imitiert Geräusche instrumental oder spielt sie elektronisch zu, so dass ein akustisches Vexierspiel aus Geräusch und Klang entsteht. Aus Toastern, Wasserhähnen, Zinkwannen, Topfschwämmen und Plastikflaschen destilliert sie Klänge und hebt damit en passent die Hierarchie zwischen Alltag und Kunst auf. Auch Jan Wagner erzeugt in vielen seiner Gedichte Bedeutungsepiphanien all der Dinge, mit denen wir leben. Seien es Mücken oder die Silberdistel, aber auch Tassen, Teebeutel, Laken oder ein Fön; es gibt wohl nichts, das nicht verdient, in den Versen dieses Augen-Dichters verewigt zu werden. Die auch formal virtuosen Dinggedichte lehren das Staunen und verhelfen so noch dem „Unauffälligsten zu einer leuchtenden Präsenz“, wie Jan Wagner sagt. Ob den gierigen Giersch oder die Koalabären, diese „boheme der trägheit“, man wird sie nach der Lektüre nur mehr mit seinen Zeilen im Ohr betrachten.

Ist es die Arbeit mit divergenten Klangmaterialien, die bei Bauckholt theatrale Eigenschaften entfalten, so entwickeln nicht nur die Dinge in Wagners Gedichten ein kunstvolles Eigenleben, sondern auch das Gedicht selbst. Neben der Neigung zum Objekt verbindet die beiden, dass sie die Welt, die sie umgibt, mit Empathie und Humor betrachten. Eine Kombination, die eine neue Facette im unerschöpflichen Zusammenspiel aus Lyrik und Musik verspricht.

Eine Produktion im Auftrag der Frankfurter Lyriktage 2017

In Kooperation mit dem Ensemble Modern

Carola Bauckholt

Die Komponistin Carola Bauckholt gewann 2010 den Deutschen Musikautorenpreis der GEMA in der Kategorie Experimentelle Musik. Seit 2015 ist sie Professorin für Komposition an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz.

Jan Wagner

Jan Wagner lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Lyrikband "Regentonnenvariationen" gewann 2015 als erster Gedichtband den Preis der Leipziger Buchmesse, 2017 bekommt Jan Wagner den Georg-Büchner-Preis verliehen. Vorrangig als Lyriker tätig, brachte er 2017 mit "Der verschlossene Raum" seinen zweiten Band mit Essays heraus.

Ensemble Modern

Das Ensemble Modern, 1980 gegründet und seit 1985 in Frankfurt am Main beheimatet, ist eines der weltweit führenden Ensembles für neue Musik.

Fr 23. Juni
Frankfurt am Main
Stadtbücherei Frankfurt
Ort: Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: frei

Najet Adouani und Yamen Hussein
Zuflucht in Deutschland

Moderation: Josef Haslinger
Übersetzung: Leila Chammaa

In vielen Ländern der Welt ist die Meinungsfreiheit akut bedroht. Künstler und Intellektuelle sehen sich zunehmend Gewalt, Hass und Verfolgung ausgesetzt. Mit seinem Writers-in-Exile-Programm unterstützt der deutsche PEN Autorinnen und Autoren, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Unter ihnen Najet Adouani und Yamen Hussein, deren Gedichte Eingang in die von Josef Haslinger und Franziska Sperr herausgegebene Anthologie „Zuflucht in Deutschland“ gefunden haben.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt und dem PEN-Zentrum Deutschland e.V.

Najet Adouani

Die tunesische Schriftstellerin Najet Adouani veröffentlichte sechs Lyrikbände auf Arabisch. 2012 floh sie nach Deutschland.

Yamen Hussein

Der syrische Dichter Yamen Hussein lebt seit 2014 in München. Seine Flucht verarbeitete er in einem in Kürze erscheinenden Lyrikband.

Josef Haslinger

Josef Haslinger ist Professor für Literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und war bis vor kurzem Präsident des PEN-Zentrums Deutschland.

Leila Chammaa

Leila Chammaa ist Dolmetscherin und Übersetzerin.

Königstein im Taunus
Siegfried Vögele Institut
Ort: Siegfried Vögele Institut
Ölmühlweg 12
61462 Königstein im Taunus

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Marion Poschmann
Geliehene Landschaften. Gedichte

Moderation: Insa Wilke

Am Anfang waren nicht Götter und Mythen, sondern Gartenbau und Dichtkunst. Ein programmatisches Motto, das die renommierte Lyrikerin Marion Poschmann ihrem jüngsten Gedichtband voranstellt. „Geliehene Landschaften“ ist das Ergebnis einer poetischen Erkundung von Parks und Gärten. Sie „lag in Kieferschonungen und dachte // in Blättern, folioser Wahn.“ Eine Seh-Sucht und eine Garten-Sucht bricht sich Bahn in diesen streng komponierten Gedichten, die Naturlyrik ins Hier und Heute versetzen. Form ist dieser eigensinnigen Dichterin kein Schnittmuster, sondern ein Material, mit dem es zu arbeiten gilt. Das ermöglicht ihr einen schöpferischen Umgang mit der Sprache, die sie kultiviert und pflegt wie die Meister der Gartenbaukunst ihre Beete und Blumen.

In Kooperation mit dem Siegfried Vögele Institut und dem Hochtaunuskreis

Marion Poschmann

Marion Poschmann lebt als Schriftstellerin in Berlin. Neben „Geliehene Landschaften“ erschien von ihr 2016 auch der Essayband „Mondbetrachtung in mondloser Nacht“. In diesem Jahr erhielt sie den Deutschen Preis für Nature Writing und den Düsseldorfer Literaturpreis.

Insa Wilke

Insa Wilke ist freie Literaturkritikerin und schreibt unter anderem für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. 

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1 A
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Max Czollek, Tristan Marquardt und Daniela Seel
Lyrik im Hier und Jetzt

Moderation: Beate Tröger

Die Gegenwartslyrik ist wieder en vogue. Ihr Aufschwung verdankt sich nicht zuletzt dem Aktivismus einer Generation, die sich mit dem Schattendasein am Rand des Literaturbetriebs nicht länger abfindet. Junge Lyrikerinnen und Lyriker erproben nicht nur neue Ausdrucksformen und Sprechweisen, sondern gründen autonome Publikationsorgane und schließen sich in Kollektiven und Netzwerken zusammen. Wo alte Strukturen im Verschwinden begriffen sind, weil sie sich als untauglich erweisen, entsteht so etwas Neues.

In Kooperation mit der Ausstellungshalle 1A

Max Czollek

Der Lyriker Max Czollek organisiert am Berliner Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Gegenwartsbewältigung“. Zuletzt erschien 2016 der Gedichtband „A.H.A.S.V.E.R“.

Tristan Marquardt

Tristan Marquardt ist wie Max Czollek Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und veröffentlichte 2013 seinen Debütband „das amortisiert sich nicht“.

Daniela Seel

Daniela Seel ist Lyrikerin und Übersetzerin und betreibt den Berliner Verlag kookbooks, in dem 2015 ihr zweiter Gedichtband „was weißt du schon von prärie“ erschien.

Beate Tröger

Beate Tröger lebt als freie Journalistin und Literaturkritikerin in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Romanfabrik
Ort: Romanfabrik
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt am Main

Eintritt: 7 / 4 Euro, Reservierung Tel.: 069 49084828, reservierung@romanfabrik.de

Tickets

Stéphane Bouquet, Valère Novarina und Jacques Roubaud
Poesie aus Frankreich

Moderation und Übersetzung: Michael Hohmann
Lesung: Stéphane Bittoun und Leopold von Verschuer
Musikalische Begleitung: Max Clouth

In deutscher und französischer Sprache

Frankreich ist 2017 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlass stellen die Frankfurter Lyriktage drei renommierte Vertreter der französischen Gegenwartslyrik vor. Jeder von ihnen hat auf seine Weise aus der Gedichtrezitation eine eigene Kunstform gemacht. Für diese Lyriker ist die Poesie nicht nur ein literarisches Genre oder eine Form, sondern immer auch ein Impulsgeber, der unsere Beziehung zur Welt und zu den anderen aufrühren und neu ausrichten kann.

In Kooperation mit der Romanfabrik und Frankfurt auf Französisch

Im Rahmen von Frankfurt auf Französisch – Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017

Stéphane Bouquet

Stéphane Bouquet schreibt neben Gedichten auch Drehbücher und arbeitet als Übersetzer.

Valère Novarina

Valère Novarina ist Dichter, Dramatiker, Essayist, Regisseur und Maler.

Jacques Roubaud

Jacques Roubaud ist Mathematiker, Dichter, Romancier und Mitglied der Gruppe Oulipo. 

Michael Hohmann

Michael Hohmann ist Geschäftsführer der Romanfabrik.

Stéphane Bittoun

Stéphane Bittoun ist Regisseur, Sprecher und Schauspieler.

Leopold von Verschuer

Leopold von Verschuer ist Übersetzer (unter anderem von Valère Novarina), Schauspieler und Regisseur.

Max Clouth

Der Gitarrist Max Clouth erhielt 2017 das Frankfurter Jazzstipendium.

Oberursel
café portstrasse
Ort: café portstrasse
Hohemarkstraße 18
61440 Oberursel

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Paul-Henri Campbell und Nora Gomringer
Pest, Depressionen und ein krankes Herz. Lyrische Krankheitsdiagnosen

„Morbus“ (2015) nennt Nora Gomringer den zweiten Band ihrer „Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten“. Sie rückt darin den großen, dunklen Krankheiten, den im kollektiven Gedächtnis tief eingegrabenen Pest- und Typhusepidemien oder den aktuellen Menschheitsgeißeln Depression und Krebs mit Lyrik zu Leibe – und hält sie doch auf Distanz. Existentieller ist der Ton in Paul-Henri Campbells Krankheitszyklen aus dem neuesten Band „Nach den Narkosen“ (2017): Hier ringt das lyrische Ich um sein fragiles Herz und mit den Zumutungen der medizinischen Behandlung. Es zeichnet ein erregtes Wortdiagramm aus innerer Autonomie und (lebensnotwendigen) Ein- und Übergriffen. Lesung und Gespräch über die Möglichkeiten der Lyrik, über Krankheit zu sprechen.

In Kooperation mit LiteraTouren Oberursel, dem café portstrasse und dem Hochtaunuskreis

Paul-Henri Campbell

Der deutsch-amerikanische Schriftsteller Paul-Henri Campbell verfasst Lyrik und Prosa, unter anderem „Space Race“ (2015).

Nora Gomringer

Nora Gomringer gewann 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschienen von ihr in diesem Jahr „Moden“ und zusammen mit dem Drummer Philipp Scholz die Lyrik-und-Jazz-CD „Peng, Peng, Peng“.

Sa 24. Juni
Frankfurt am Main
Elfer Music Club
Ort: Elfer Music Club
Klappergasse 5
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: frei

Hendrik Jackson und Marcus Roloff
Lyrik an der Theke

Im Herzen von Alt-Sachsenhausen, bei schummerigem Clublicht und ausreichend Bier, lädt Salon Fluchtentier zu Lesung und poetologischem Gespräch mit Hendrik Jackson ein. Der 1971 geborene Lyriker und Übersetzer stellt Texte aus seinem Werk vor, spricht über das 2015 bei kookbooks erschienene Buch „sein gelassen“ und über Russland und Parmenides – flankiert von Hörstücken, die dann ertönen, wenn die Theke schweigt. Fragen dürfen unbedingt mitgebracht und gestellt werden, wobei keine Verpflichtung besteht. Das Ganze aufschlussreich lässig und garantiert tief in der Materie, dass die Oberfläche nie ganz vergessen wird.

In Kooperation mit Salon Fluchtentier und dem Elfer Music Club

Salon Fluchtentier

Die Gruppe Salon Fluchtentier, bestehend aus Frankfurter Lyrikerinnen und Lyrikern, lädt mehrfach im Jahr in die Romanfabrik und den Elfer Music Club zu verschiedenen Veranstaltungsformaten ein.

Hendrik Jackson

Der Dichter Hendrik Jackson lebt in Berlin und betreibt die Website lyrikkritik.de.

Marcus Roloff

Der Lyriker und Übersetzer Marcus Roloff lebt in Frankfurt am Main. 2015 veröffentlichte er den Gedichtband „Reinzeichnung“.

Darmstadt
Heckmann Store Darmstadt
Ort: Heckmann Store Darmstadt
Schulstraße 5
64283 Darmstadt

Eintritt: 10 / 5,80 (Vorverkauf),
12 / 6,80 (Abendkasse)

Tickets

Nora Gomringer
Moden

Nora Gomringers jüngstes Werk offeriert Lyrik zwischen Schock und Schönheit, Formenvielfalt und Strenge. „Moden“ vollendet die „Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten“. Mit Blick auf das Detail das große Ganze zu befragen, ist ein Merkmal von Gomringers Lyrik, ein anderes die zahlreichen literarischen und kulturellen Anspielungen. Neue Dinggedicht sind entstanden, die das Kleine Schwarze und die Uniform ebenso wie den Kimono und das Verschwinden der Sprache und damit des Ichs beschreiben.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Darmstadt, der Centralstation und dem Heckmann Store Darmstadt

Nora Gomringer

Nora Gomringer gewann 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschienen von ihr in diesem Jahr „Moden“ und zusammen mit dem Drummer Philipp Scholz die Lyrik-und-Jazz-CD „Peng, Peng, Peng“.

Frankfurt am Main
Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Ort: Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main
Eschersheimer Landstraße 29–39
60322 Frankfurt am Main

Eintritt: 12 / 10 Euro

Tickets

Michael Horovitz, Vanessa Vie und William Blake Klezmatrix Band
Tiger Tiger burning bright

Moderation: Dirk Hülstrunk

In englischer Sprache

Bei der William Blake Klezmatrix Band treffen Klezmer und Jazz auf Beatpoesie, jiddische Lieder, Dada und die Lyrik des romantischen Dichters William Blake. Im Mittelpunkt der Band steht der legendäre Beat- und Jazzpoet Michael Horovitz. Begleitet von den Jazzmusikern Peter Lemer und Annie Whitehead, rezitiert und singt Horovitz mit viel Humor, Lässigkeit und ungebrochener Lust an der Provokation. Sein selbstgebautes Kazoo-Saxophon ist längst zu seinem Markenzeichen geworden. Verstärkung erhält das Trio bei seiner Deutschlandpremiere durch Vanessa Vie.

In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main und dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

Michael Horovitz

Der englische Lyriker und Performancekünstler Michael Horovitz wurde 1935 in Frankfurt am Main geboren. Er hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht und trat unter anderem gemeinsam mit Allen Ginsberg auf. 

Vanessa Vie

Vanessa Vie ist die Lebensgefährtin von Michael Horovitz und Musikerin, Künstlerin und Autorin.

William Blake Klezmatrix Band

Die William Blake Klezmatrix Band besteht aus der Posaunistin Annie Whitehead und dem Pianisten Peter Lemer.

Dirk Hülstrunk

Dirk Hülstrunk ist Laut-Poet und Performance-Künstler. 

So 25. Juni
Frankfurt am Main
Haus am Dom
Ort: Haus am Dom
Domplatz 3
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: frei

Klaus Siblewski
Ernst Jandl. Seine Gedichte.

Musikalische Begleitung: Moritz Thiele

Generationen von Leserinnen und Lesern finden Gefallen an „ottos mops“, der unerschrocken durch einen Kosmos aus lauter „Os“ hopst, oder an dem ungleich ernsteren Gedicht „schtzngrmm“, bei dem am Ende Tote in den lautlich nachgebildeten Schützengräben zurückgelassen werden. Ernst Jandls Freund und Lektor Klaus Siblewski berichtet anekdotenreich über Telefonate und Begegnungen, über Auftritte auf der Buchmesse und Jandls Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen. In der LiteraturLounge im Haus am Dom liest er zudem aus Jandls Gedichten, am Saxophon begleitet von Moritz Thiele.

In Kooperation mit dem Haus am Dom und Kultur & Bahn e.V.

Klaus Siblewski

Klaus Siblewski ist Verlagslektor und Professor am Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim. Im Luchterhand Literaturverlag hat er Ernst Jandls Werke in 6 Bänden herausgegeben.

Moritz Thiele

Der Saxophonist Moritz Thiele ist seit 2015 festes Mitglied im Landesblasorchester Baden-Württemberg. Außerdem unterrichtet er an der Musikschule Offenbach.

Oestrich-Winkel
Brentano-Scheune
Ort: Brentano-Scheune
Hauptstraße 134 A
65375 Oestrich-Winkel

Eintritt: 9 / 6 Euro (nur Lesung), 17 / 14 Euro (Kombiticket mit Führung)

Tickets

Jan Wagner
Regentonnenvariationen und neue Gedichte

Jan Wagners Gedichtband „Regentonnenvariationen“ (2014) ist ein Liebling der Leser. Es ist ein subtiler Band, dessen Gedichte sich nicht in großen Themen verlieren, sondern sich dem Konkreten, dem einzelnen Moment und der Erinnerung widmen. Vertraute Orte und Objekte poetisiert Wagner so phantasievoll, dass wir sie neu und anders sehen lernen. Was uns vormals nur einen flüchtigen Blick wert war, erscheint in der Lektüre mit einem Mal verfremdet und von bisweilen ungeahnter Schönheit. Mit der Finesse eines wahren Könners findet Jan Wagner für die gestrenge Klavierlehrerin ebenso wie für den Giersch die maßgeschneiderte Gedichtform, die Traditionen leicht und spielerisch variiert. Das alles ist von einer Einfachheit, aus der die wahre Meisterschaft spricht und nicht zu unterschätzen: der Humor.

Im Anschluss an die Lesung (16:30 Uhr) bietet Angela Baronin von Brentano eine Führung durch das Brentano-Haus an. Dauer: 45 Minuten. Teilnehmerzahl begrenzt. Kombiticket erhältlich.

In Kooperation mit dem Magistrat der Stadt Oestrich-Winkel

Jan Wagner

Jan Wagner lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Lyrikband "Regentonnenvariationen" gewann 2015 als erster Gedichtband den Preis der Leipziger Buchmesse, 2017 bekommt Jan Wagner den Georg-Büchner-Preis verliehen. Vorrangig als Lyriker tätig, brachte er 2017 mit "Der verschlossene Raum" seinen zweiten Band mit Essays heraus.

Frankfurt am Main
Museum Judengasse
Ort: Museum Judengasse
Battonstraße 47
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 6 / 3 Euro

Tickets

Adam Horovitz und Michael Horovitz
Out of Frankfurt. Podiumsgespräch zu Flucht und Exil

Einführung und Moderation: Astrid Zajdband Musikalische Begleitung: Vanessa Vie

In deutscher und englischer Sprache

Michael Horowitz, geboren in Frankfurt am Main, ist die zentrale Figur der britischen Beat Poetry und publizierte unter anderem Samuel Beckett und William S. Burroughs. Gemeinsam mit seinem Sohn Adam kehrt er nun in seine Geburtsstadt zurück und spricht mit der Historikerin Astrid Zajdband über frühe Erinnerungen und was Frankfurt für die Familie Horovitz bedeutet. Im Anschluss liest er aus seinen Jazz Poems, Vanessa Vie begleitet ihn an der Gitarre.

In Kooperation mit dem Jüdischen Museum Frankfurt am Main

Michael Horovitz

Der englische Lyriker und Performancekünstler Michael Horovitz wurde 1935 in Frankfurt am Main geboren. Er hat mehrere Gedichtbände veröffentlicht und trat unter anderem gemeinsam mit Allen Ginsberg auf. 

Vanessa Vie

Vanessa Vie ist die Lebensgefährtin von Michael Horovitz und Musikerin, Künstlerin und Autorin.

Adam Horovitz

Adam Horovitz ist Lyriker, Performancekünstler und Journalist.

Astrid Zajdband

Astrid Zajdband unterrichtet Europäische Geschichte an der University of Maryland.

Frankfurt am Main
Frankfurter Goethe-Haus
Ort: Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23–25
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 10 / 7 Euro

Tickets

Volker Braun
Handbibliothek der Unbehausten. Gedichte

Moderation: Lothar Müller

Gedichte behaupten keine Autorität, sie erzeugen sie. Wie groß die Wirkung ist, die einzelne Verse entfalten können, hat der Lyriker Volker Braun in der DDR erfahren. Nun legt er mit „Handbibliothek der Unbehausten“ seinen 16. Gedichtband vor und ist darin wieder der stets kritische und kluge Geist. Historische Formen lässig meisternd, seinen Goethe und Brecht fein verwebend, wortspielerisch, scharf- und eigensinnig formulierend, zeigt sich der Zeitkritiker Braun gleichwohl ins Mild-Resignative gewendet. In hinreißenden Miniaturen ist Volker Braun als poetischer Bildbeschreiber, als Reisender durch China und Europa und als Großvater von „Enkel bündelweise“ zu entdecken. Inspirierender kann Dichtkunst kaum sein.

In Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Haus

Volker Braun

Volker Braun wurde 2000 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Er verfasst Gedichte, Theaterstücke und Prosa. Zu DDR-Zeiten arbeitete er auch als Dramaturg am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater Berlin.

Lothar Müller

Lothar Müller ist Literaturredakteur bei der Süddeutschen Zeitung und Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Frankfurt am Main
Haus des Buches
Ort: Haus des Buches
Braubachstraße 16
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Sergio Raimondi
Poesie und Zivilisation

Moderation und Übersetzung: Timo Berger

Veranstaltung in deutscher und spanischer Sprache

Sergio Raimondi zählt zu den großen Erneuerern der argentinischen Lyrik. Er nimmt ökonomische, ökologische, politische, gesellschaftliche sowie kulturelle Realitäten unter die Lupe´und sucht diese auf lokale wie globale Risiken, Kontinuitäten´wie Brüche ab. Sein Gedichtband „Poesía civil“ (2001) erscheint dieses Jahr in deutscher Übersetzung bei Reinecke & Voss unter dem Titel „Zivilpoesie“. Die „Poesía civil“ stellt eine Art investigativer Dichtung dar, in deren Verse Statistiken, Gesetzestexte und Verordnungen aus alter und neuer Zeit ebenso Eingang finden wie Evokationen von Industriekomplexen und Hafenanlagen.

In Kooperation mit Litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e.V.

Sergio Raimondi

Sergio Raimondi ist Schriftsteller und Dozent für zeitgenössische Literatur an der Universidad Nacional del Sur in Bahía Blanca. Er war Mitglied der Dichtergruppe Mateístas, die in den 1980er und 90er Jahren ihre und andere Gedichte verbreitete, indem sie diese in den Straßen von Bahía Blanca an die Wände schrieb.

Timo Berger

Timo Berger lebt als freier Journalist, Herausgeber und Kurator in Berlin und gründete mit Rike Bolte das lateinamerikanische Poesiefestival Latinale.

Frankfurt am Main
Ponyhof
Ort: Ponyhof
Klappergasse 16
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

großraumdichten, Jürg Halter und Fredy Studer, Adam Horovitz und Herr Wild
Schlag auf Schlag. Poesie mit Beat

Moderation: Dirk Hülstrunk

Es verspricht ein Abend mit Funkenflug und Paukenschlag zu werden. Gemeinsam mit Musikern aus Elektronik, Jazz und Neuer Musik loten drei Spoken-Word-Künstler den Raum zwischen Wort und Klang aus. Das Ergebnis der literarischmusikalischen Vermessung ist mal leicht und eingängig, dann wieder komplex und abgründig – aber bestimmt nie langweilig. Fußwippen und Kopfnicken sind also angesagt, wenn in Alt-Sachsenhausen Verse und Beats Schlag auf Schlag in die Sommernacht aufsteigen.

In Kooperation mit dem Ponyhof

Adam Horovitz

Adam Horovitz ist Lyriker, Performancekünstler und Journalist.

Herr Wild

Herr Wild ist Frankfurter Sampling-Artist und Sound-Designer. 

Jürg Halter

Jürg Halter ist Schweizer Lyriker und Ex-Rapper.

Fredy Studer

Fredy Studer ist Luzerner Schlagzeuger.

Pauline Füg

Pauline Füg gehört mit Tobias Heyel zum Spoken-Word-Duo. Gemeinsam tanzen sie Verse zu den Elektrobeats von Putte, Skeamo und JulClub.

Tobias Heyel

Tobias Heyel gehört mit Pauline Füg zum Spoken-Word-Duo. Gemeinsam tanzen sie Verse zu den Elektrobeats von Putte, Skeamo und JulClub.

Dirk Hülstrunk

Dirk Hülstrunk ist Laut-Poet und Performance-Künstler. 

Mo 26. Juni
Bad Soden am Taunus
Badehaus im Alten Kurpark
Ort: Badehaus im Alten Kurpark
Königsteiner Straße 86
65812 Bad Soden am Taunus

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Marcel Beyer
Graphit und neue Gedichte

Moderation: Alexander Losse

Der Büchnerpreisträger des Jahres 2016 Marcel Beyer treibt die Lyrik nach vorne, in ein dichtes Gewebe aus künstlerischen und zeithistorischen Referenzen. Medial versiert, adaptiert er Techniken des Films und der Fotografie, ohne das ästhetische Verfahren des Gedichts zu riskieren. Das Terrainseiner Gedichte bilden die Extreme des 20. Jahrhunderts, die er so eigenwillig verknüpft, dass bisher ganz ungedachte und ungesehene Ideen- und Bildepiphanien entstehen. Beyer ist ein Wortschöpfer, Versmusiker, Stimmungsbildner und Dingforscher, der dem Gedicht viel zumutet und alles zutraut.

In Kooperation mit der Stadt Bad Soden am Taunus und dem Main-Taunus-Kreis

Marcel Beyer

Marcel Beyer schreibt Lyrik und Prosa und trat auch als Essayist, Herausgeber und Librettist in Erscheinung. 2016 bekam er den Georg-Büchner-Preis verliehen. Seine Frankfurter Poetikvorlesungen „Das blindgeweinte Jahrhundert“ erscheinen 2017.

Alexander Losse

Alexander Losse war viele Jahre Lektor im Stroemfeld Verlag. Seit 2017 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Siegen.

Frankfurt am Main
Museum Angewandte Kunst
Ort: Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Polina Barskova und Valery Schubinsky
Poetischer Widerstand

Moderation und Übersetzung: Matthias Göritz und Olga Martynova Lesung: Birgitta Assheuer

Valery Schubinsky und Polina Barskova stehen in der Tradition der Leningrader inoffiziellen Lyrik, die in der späten Sowjetzeit eine Form des ästhetischen Widerstands formierte. In Frankfurt sprechen sie über verschiedene Aspekte dieser Tradition und über ihre Dichterkollegen der Gegenwart. Dem Publikum wird eine im deutschen Sprachraum wenig bekannte Seite der russischen Poesie vorgestellt, deren ganz eigenen Reiz es unbedingt zu entdecken gilt.

In Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst

Polina Barskova

Polina Barskova veröffentlichte mehrere Gedichtsammlungen und einen Prosaband. Sie unterrichtet russische Literatur am Hampshire College in Amherst, Massachusetts.

Valery Schubinsky

Valery Schubinsky ist nicht nur ein viel beachteter Lyriker, sondern auch ein einflussreicher Literaturkritiker und Autor von Biographien von Dichtern der klassischen Moderne.

Olga Martynova

Olga Martynova ist Lyrikerin und Romanautorin. Sie gewann 2012 den Ingeborg-Bachmann-Preis.

Matthias Göritz

Matthias Göritz ist Lyriker, Romancier und Übersetzer.

Birgitta Assheuer

Birgitta Assheuer ist Sprecherin in Rundfunk und Fernsehen.

Frankfurt am Main
Gallus Theater
Ort: Gallus Theater
Kleyerstraße 15
60326 Frankfurt am Main

Eintritt: 18 / 12 Euro

Tickets

Gold. Revue Live-Hörspiel von Jan Wagner mit Musik von Sven Ingo Koch
Mit Sonja Beißwenger, Mechthild Grossmann, Heikko Deutschmann, Jan Maak, Henning Nöhren, Yohanna Schwertfeger, Kalle Kalima (E-Gitarre) und Dirk Rothbrust (Percussion)

Regie: Leonhard Koppelmann
Produktion: Dlf / SWR 2017

Jan Wagners erstes Hörspiel ist ein mäandernder Strom aus Worten und zeigt eine ganz neue Seite des vielfach ausgezeichneten Lyrikers. Es ist das titelgebende Gold, das seit Anbeginn der Dinge ruhte, aber nicht schlief, das nur darauf wartete, gefunden zu werden am Ufer eines Flusses irgendwo in den menschenleeren Weiten, das gelauert hat auf den Einen, der es blitzen sieht, dem es zublinzelt aus dem Wasser und der sich herunterbeugt, um es aufzuheben, Besitzer eines Geheimnisses, das keines bleiben kann. Und so rast das Gerücht von Dorf zu Stadt, über die Länder und Meere, bis die Fabriken und die Büros verstummt sind, die Schiffe leer in der Bucht schaukeln, nur noch die Hacken und Schaufeln hunderttausender von Glücksuchern zu hören sind „jeder für sich selbst allein, und der Teufel für uns alle“. „Gold“ ist ein lyrisches Stimmenspiel, in dem sie alle zu Sprache und zu Gesang finden, die Herumtreiber und die Händler, die Schürfer und Gräber, die Bardamen, Bestatter, Liebenden und Missionare, die Säufer und Prasser und Spieler, all jene, die mit nichts als ein bisschen Hoffnung in der Tasche ihr altes Dasein für immer hinter sich ließen, manchmal gewannen, fast immer verloren. Eine Revue zum Rausch, der die Lebenden und auch die längst vergessenen Toten, verscharrt in der Erde, ein letztes Mal reden dürfen, so wie auch das Gold, das bleibt, während die, die es suchten, vergingen; eine poetische Szenenfolge, ergänzt und gespiegelt von einer Originalmusik des Komponisten Sven-Ingo Koch. Die Regie führt Leonhard Koppelmann. Im Anschluss spricht Sabine Küchler, Leiterin der Hörspielabteilung beim Deutschlandfunk, mit Jan Wagner, Sven-Ingo Koch und Leonhard Koppelmann über die Entstehung des Stücks und ihre gemeinsame Arbeit.

In Kooperation mit dem Gallus Theater, dem Deutschlandfunk und SWR2

Jan Wagner

Jan Wagner lebt als Schriftsteller und Übersetzer in Berlin. Sein Lyrikband "Regentonnenvariationen" gewann 2015 als erster Gedichtband den Preis der Leipziger Buchmesse, 2017 bekommt Jan Wagner den Georg-Büchner-Preis verliehen. Vorrangig als Lyriker tätig, brachte er 2017 mit "Der verschlossene Raum" seinen zweiten Band mit Essays heraus.

Sven-Ingo Koch

Die Musik des Komponisten Sven-Ingo Koch wird regelmäßig von großen Orchestern und Ensembles, wie dem Ensemble Modern aufgeführt.

Leonhard Koppelmann

Leonhard Koppelmann ist Hörspiel- und Theaterregisseur. 2016 führte er Regie bei der Hörspielfassung von Frank Witzels „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“. 

Bad Vibel
Stadtbibliothek Bad Vilbel
Ort: Stadtbibliothek Bad Vilbel
Niddaplatz 2 |
61118 Bad Vibel

Eintritt: 12 / 8 Euro

Tickets

Volker Braun
Handbibliothek der Unbehausten. Gedichte

Moderation: Uwe Wittstock

Gedichte behaupten keine Autorität, sie erzeugen sie. Wie groß die Wirkung ist, die einzelne Verse entfalten können, hat der Lyriker Volker Braun in der DDR erfahren. Nun legt er mit „Handbibliothek der Unbehausten“ seinen 16. Gedichtband vor und ist darin wieder der stets kritische und kluge Geist. Historische Formen lässig meisternd, seinen Goethe und Brecht fein verwebend, wortspielerisch, scharf- und eigensinnig formulierend, zeigt sich der Zeitkritiker Braun gleichwohl ins Mild-Resignative gewendet. In hinreißenden Miniaturen ist Volker Braun als poetischer Bildbeschreiber, als Reisender durch China und Europa und als Großvater von „Enkel bündelweise“ zu entdecken. Inspirierender kann Dichtkunst kaum sein.

In Kooperation mit der Stadt Bad Vilbel und dem Wetteraukreis

Volker Braun

Volker Braun wurde 2000 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Er verfasst Gedichte, Theaterstücke und Prosa. Zu DDR-Zeiten arbeitete er auch als Dramaturg am Berliner Ensemble und am Deutschen Theater Berlin.

Uwe Wittstock

Uwe Wittstock leitet das Literaturressort beim Magazin Focus. 

Di 27. Juni
Frankfurt am Main
Evangelische Akademie Frankfurt
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 10 / 7 Euro

Tickets

Jürgen Becker und Marcel Beyer
Im Rheinland. An der Elbe

Moderation: Sabine Küchler

Jürgen Becker und Marcel Beyer – das ist weit mehr als die Begegnung zweier Büchnerpreisträger, das ist fast schon eine Zwangsläufigkeit. Gibt es so etwas wie eine künstlerische Nähe, dann sicher in der Beziehung Becker-Beyer. Beide verbindet das poetische Erkunden der rheinischen Gefilde und eine Affinität zu Fotografie, Film und Pop. Marcel Beyer wurde Mitte der 60er Jahre geboren, als Beckers erste, legendäre Bände („Felder“, „Ränder“ und „Umgebungen“) erschienen, die zu den Grundbüchern der Erneuerung und des Experiments zählen. Beyers luzide Interpretationen der ästhetischen Verfahren von Jürgen Becker zeugen von einer tiefen Kenntnis seines Werks.

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Jürgen Becker

Der Lyriker, Prosa- und Hörspielautor Jürgen Becker war Teil der Gruppe 47, deren Preis er 1967 gewann. Zahlreiche weitere Auszeichnungen folgten, darunter der Heinrich-Böll-Preis 1995, der Uwe-Johnson-Preis 2001 und zuletzt der Georg-Büchner-Preis 2014.

Marcel Beyer

Marcel Beyer schreibt Lyrik und Prosa und trat auch als Essayist, Herausgeber und Librettist in Erscheinung. 2016 bekam er den Georg-Büchner-Preis verliehen. Seine Frankfurter Poetikvorlesungen „Das blindgeweinte Jahrhundert“ erscheinen 2017.

Sabine Küchler

Sabine Küchler ist die Leiterin der Hörspielabteilung beim Deutschlandfunk und Lyrikerin.

Frankfurt am Main
Literaturhaus Frankfurt
Ort: Literaturhaus Frankfurt
Schöne Aussicht 2
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 7 / 4 Euro

Tickets

Michael Fehr und Manuel Troller
Glanz und Schatten. Riffs, Songs, Stories an den Gattungsgrenzen

Michael Fehr versetzt mit seinen wortgewaltigen Zeilengeschichten den Literatur- wie auch den Musikbetrieb in Staunen. Seine Texte lassen kaum noch unterscheiden, ob man gerade ein Gedicht, einen Roman oder ein Märchen hört. Das Schriftbild eher Poem, die Tragweite episch, die Momente glassplitterklein. In Zusammenarbeit mit Manuel Troller sind aus einigen seiner Geschichten Songs entstanden. Das klingt einmal wie Blues, wird manchmal gesungen, manchmal nur rezitiert; gelegentlich laut donnernd, dann wieder fragil. Mit Wucht begegnen sich Fehr und Troller auf dem Podium.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt

Michael Fehr

Der Schweizer Schriftsteller Michael Fehr ist Mitbegründer von Babelsprech zur internationalen Förderung junger Poesie. Für seinen Roman „Simeliberg“ erhielt er den Kelag-Preis im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2014. Sein neuer Band „Glanz und Schatten“ ist 2017 erschienen. 

Manuel Troller

Manuel Troller ist Gitarrist und Komponist. 

Bensheim
Pipapo Kellertheater
Ort: Pipapo Kellertheater
Am Wambolterhof
64625 Bensheim

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Carolin Callies und Ulrike Almut Sandig
Von Raps und Sinnen. Gedichte

Moderation: Michael Braun

Mit Witz und Scharfsinn gehen sie an gegen Klischees und Märchenwelten: Carolin Callies zeigt den menschlichen Körper in all seinen Verfallsstadien. Ulrike Almut Sandig bleibt bei ihrer Lektüre der Grimm’schen Märchen bei den verstörenden Szenen hängen, die sie an tagesaktuelle Nachrichten erinnern. Beide wagen sich an unbequeme Themen und nehmen diese zum Anlass für die Verknüpfung von Widersprüchen. Mythen und Märchen treffen auf Alltagsrealitäten, Wortneuschöpfungen auf antikisierende Wendungen.

In Kooperation mit der Stadtkultur Bensheim und dem Pipapo Kellertheater

Ulrike Almut Sandig

Von Ulrike Almut Sandig erschien 2016 „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“.

Carolin Callies

Carolin Callies erhielt für ihr Debüt „fünf sinne und nur ein besteckkasten“ 2015 den Thaddäus-Troll-Preis.

Michael Braun

Michael Braun ist Literaturkritiker und Herausgeber des „Deutschlandfunk Lyrikkalenders“.

Mi 28. Juni
Wiesbaden
Literaturhaus Villa Clementine
Ort: Literaturhaus Villa Clementine
Frankfurter Straße 1
65189 Wiesbaden

Eintritt: 8 / 7 Euro (Vorverkauf), 12 / 11 Euro (Abendkasse), Vorverkauf Wiesbaden Tourist Information, Marktplatz 1, Tel.: 0611 1729930, www.wiesbaden.de/tickets

Jürgen Becker
Aus der Kölner Bucht. Gedichte

Moderation: Michael Braun

Er habe zum Schreiben von Gedichten gefunden, um den „Einzelheiten der Wahrnehmung, der Erfahrungen“ eine Sprache zu geben. Jürgen Becker, der zu den wichtigsten Erneuerern der westdeutschen Literatur seit den 60er Jahren gehört, war in Prosa und Hörspiel immer ein bekennender Avantgardist. Seine Gedichte dagegen sind von einer zeitlosen Schönheit. Die Städte und Landschaften seiner Verse heben die Zeitordnung auf: Geschichte und Gegenwart werden in beiläufigem Tonfall so durchlässig miteinander verwoben, dass beide eine gleichwertige Präsenz gewinnen. Die Gedichte von Jürgen Becker selbst gelesen zu hören, ist ein Ereignis.

In Kooperation mit dem Literaturhaus Villa Clementine

Jürgen Becker

Der Lyriker, Prosa- und Hörspielautor Jürgen Becker war Teil der Gruppe 47, deren Preis er 1967 gewann. Zahlreiche weitere Auszeichnungen folgten, darunter der Heinrich-Böll-Preis 1995, der Uwe-Johnson-Preis 2001 und zuletzt der Georg-Büchner-Preis 2014.

Michael Braun

Michael Braun ist Literaturkritiker und Herausgeber des „Deutschlandfunk Lyrikkalenders“.

Kronberg im Taunus
Burg Kronberg
Ort: Burg Kronberg
Schlossstraße 10–12
61476 Kronberg im Taunus

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Thomas Rosenlöcher und Tom Schulz
Hirngefunkel und Stolpersteine. Gedichte

Moderation: Uwe Wittstock

Thomas Rosenlöcher und Tom Schulz sind kritisch gestimmte Empathiker, die vieles trennt, aber auch Entscheidendes verbindet. Beide stammen aus der ehemaligen DDR, was ihnen eine ironische Distanz zum funkelnden Westen gibt und ihren Blick für Missstände schärft. Doch während der melancholische Spötter Rosenlöcher die große Welt in einem Garten in Kleinschachwitz erkundet, führen uns die jüngst erschienenen Gedichte von Tom Schulz hinaus und in die Ferne – nach Litauen, Rhodos, Mexiko oder zu den Kühen vor einem Atomkraftwerk. Beiden aber ist die Elbstadt Dresden, die Heimstatt der Melancholiker und Wutbürger, ein Topos für die jüngere Geschichte, die tiefe Spuren in ihren Gedichten zeitigt.

In Kooperation mit der Stiftung Burg Kronberg und dem Hochtaunuskreis

Thomas Rosenlöcher

Thomas Rosenlöcher schreibt Lyrik, Kinderbücher und Essays. 2017 erhielt er die Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung.

Tom Schulz

Tom Schulz arbeitet als freier Autor und Übersetzer unter anderem niederländischer Literatur in Berlin. Sein neuester Gedichtband „Die Verlegung der Stolpersteine“ erschien Anfang 2017.

Uwe Wittstock

Uwe Wittstock leitet das Literaturressort beim Magazin Focus. 

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1 A
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Uwe Dierksen und Frank Witzel
Grund unter Grund. Neue Musik / Neue Gedichte

Mit seiner „Erfindung“ hat sich Frank Witzel einen Ruf als kühner Romancier und wandelndes Kompendium der Nachkriegs-(pop)-kultur erworben. Doch er kann auch kurz, wie an diesem Abend der Lyriker Witzel beweist. Zusammen mit Uwe Dierksen hat er ein Projekt erarbeitet, das die Gründe und Untergründe aufzeigt, die sich durch das Aufeinandertreffen, Ineinandergreifen, Ergänzen und Kontrastieren von Musik und Text ergeben. In einer direkten und spontanen Kommunikation, in der das Komponierte und Ausformulierte immer wieder von improvisierten Fragmenten durchkreuzt wird, vertauschen sich die Rollen, wird die Sprache zum Klang und die Musik zur Erzählung.

In Kooperation mit der Ausstellungshalle 1A

Uwe Dierksen

Uwe Dierksen ist Posaunist im Ensemble Modern und internationaler Solist. Er komponiert Hörstücke und schreibt Stummfilmmusik im Auftrag der Murnau Stiftung und von ZDF und Arte.

Frank Witzel

Frank Witzel lebt in Offenbach am Main. Sein Roman „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“ wurde 2015 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Im Oktober 2017 erscheint sein Gedichtband „Grund unter Grund“.

Frankfurt am Main
Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Ort: Hessisches Literaturforum im Mousonturm
Waldschmidtstraße 4
60316 Frankfurt am Main

Eintritt: 7 / 4 Euro (Vorverkauf), 8/ 5 Euro (Abendkasse)

Tickets

Judith Hennemann, Jan Kuhlbrodt und Ulrike Almut Sandig
Das Jahrbuch der Lyrik 2017

Moderation: Malte Kleinjung

Die deutschsprachige Lyrik auf einen Nenner zu bringen, ist ein Ding der Unmöglichkeit – zu vielschichtig, zu variantenreich präsentiert sie sich. Einen Eindruck von dieser Bandbreite vermittelt seit 1979 das „Jahrbuch der Lyrik“. Es versammelt Dichterinnen und Dichter verschiedener Generationen und Stilrichtungen. Aber welche Kriterien helfen bei der Auswahl unter Tausenden von eingereichten Gedichten? Inwiefern lassen sich Trends und Schwerpunkte erkennen? Und welche Erwartungen richten sich an das „Jahrbuch“? Darüber diskutiert die Mitherausgeberin Ulrike Almut Sandig mit Jan Kuhlbrodt und Judith Hennemann.

 

In Kooperation mit dem Hessischen Literaturforum im Mousonturm

Judith Hennemann

Die Lyrikerin Judith Hennemann debütierte 2017 mit „Bauplan für etwas anderes“.

Jan Kuhlbrodt

Jan Kuhlbrodt veröffentlichte 2015 den Gedichtband „Kaiseralbum. Choräle und Kantaten“.

Ulrike Almut Sandig

Von Ulrike Almut Sandig erschien 2016 „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“.

Malte Kleinjung

Malte Kleinjung ist Literaturwissenschaftler und Mitarbeiter im Hessischen Literaturforum.

Do 29. Juni
Frankfurt am Main
S. Fischer Verlag
Ort: S. Fischer Verlag
Hedderichstraße 114
60596 Frankfurt am Main

Eintritt: frei, Anmeldung erforderlich: veranstaltungen@fischerverlage.de

Carolin Callies und Dong Li
Lyrikosmose. Nachbarschaften der Poesie

Moderation: Hans Jürgen Balmes

Pünktlich zu den Frankfurter Lyriktagen erscheint ein Themenheft der Neuen Rundschau, das Dichterinnen und Dichter zu den Nachbarschaften ihrer Poesie befragt. Welche Verse hört man hinter den eigenen? Gibt es ein Gedicht, in dem man eine unverhoffte Korrespondenz erkannte? Welchen Dichter hätte man gern zum Nachbarn? Die Antworten, die bei der Neuen Rundschau eingingen, umspannen Länder und Kontinente. Mit zwei Teilnehmern, der deutschsprachigen Lyrikerin Carolin Callies und dem chinesischen Dichter Dong Li, springen wir von Gedicht zu Gedicht und erhaschen dabei Einblicke in eine neue, im Entstehen begriffene Weltpoesie.

In Kooperation mit dem S. Fischer Verlag

Carolin Callies

Carolin Callies erhielt für ihr Debüt „fünf sinne und nur ein besteckkasten“ 2015 den Thaddäus-Troll-Preis.

Dong Li

Dong Li ist Lyriker und Übersetzer und war 2015 / 16 Bundeskanzlerstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Universität Leipzig.

Hans Jürgen Balmes

Hans Jürgen Balmes ist Programmleiter im S. Fischer Verlag und Mitherausgeber der Neuen Rundschau. 

Frankfurt am Main
Museum Angewandte Kunst
Ort: Museum Angewandte Kunst
Schaumainkai 17
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Annette Pehnt, Ulrike Almut Sandig und Klaus Schöffling
Ror Wolf zum 85. Geburtstag

Moderation: Alexander Wasner

Am 29. Juni wird Ror Wolf 85 Jahre alt, sein Werk ist gewaltig und hinreißend. In seinen Romanen, Erzählungen, Gedichten, Hörspielen, Fußballbüchern, seinen Bildcollagen, ach, einfach in seinem gesamten Werk setzt er sich immer wieder aufs Neue spielerisch mit der Realität auseinander, lässt wirkliches Leben und Literatur ineinanderfließen. Er irritiert und erstaunt, amüsiert und beunruhigt. Von seltsamen Begebenheiten erzählt er in einem unaufgeregten Ton. Den schweren, skeptischen Blick des Melancholikers kleidet er in ein Spiel aus Sprache voller Leichtigkeit. Zu Ehren dieses Meisters der grotesk-absurden Dichtkunst veranstalten wir diesen Abend.

In Kooperation mit dem Museum Angewandte Kunst

Annette Pehnt

Annette Pehnt lebt als Dozentin und freie Autorin in Freiburg. Sie veröffentlichte zahlreiche Romane. 2016 hielt sie die Laudatio auf Ror Wolf für den Schiller-Gedächtnispreis.

Ulrike Almut Sandig

Von Ulrike Almut Sandig erschien 2016 „ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt“.

Klaus Schöffling

Klaus Schöffling ist langjähriger Verleger Ror Wolfs.

Alexander Wasner

Alexander Wasner ist Literaturredakteur beim SWR. 

Seligenstadt
Romanisches Haus
Ort: Romanisches Haus
Große Rathausgasse 5
63500 Seligenstadt

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Silke Scheuermann
Skizze vom Gras und neue Gedichte

Moderation: Sabine Baumann

Ganz gleich, ob sie in ihrem preisgekrönten Gedichtband „Skizze vom Gras“ (2014) über Evolution und Schöpfung poetisiert oder mit „Und ich fragte den Vogel“ (2015) ihre ganz eigene und persönliche Literaturgeschichte schreibt – Silke Scheuermanns Texten eignet eine scheinbar mühelose Leichtigkeit, hinter der sich freilich große Könnerschaft verbirgt. Ihre Gedichte sind neugierige Erkundungen und flüchtige Gebilde – „Skizzen“ im Wortsinne –, die den Wundern und Wunderlichkeiten unserer Welt und Geschichte ihre Ehre erweisen. Ohne Pathos und hohe Töne, aber darum nur umso eindrucksvoller.

Hinweis: Das Romanische Haus ist nicht rollstuhlgerecht. Vor der Lesung (18 Uhr) findet eine Führung durch die Klosteranlage Seligenstadt mit Wein und Klosterbrot statt. Dauer: 45 Minuten. Treffpunkt: Klosterhof. Kombiticket erhältlich.

In Kooperation mit der Stadt Seligenstadt

Silke Scheuermann

Silke Scheuermann lebt als freie Autorin in Offenbach am Main. Für ihre Lyrik und Prosa erhielt sie zahlreiche Stipendien und Preise. Zuletzt erschien 2016 der Roman „Wovon wir lebten“.

Sabine Baumann

Sabine Baumann ist Übersetzerin und Lektorin im Verlag Schöffling & Co.

Fr 30. Juni
Frankfurt am Main
Frankfurter Goethe-Haus
Ort: Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23–25
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Lavinia Greenlaw
To travel the world explicit / in its fault and fold

Moderation und Übersetzung: Jan Wilm

In deutscher und englischer Sprache

Sie sei ein „Augenmensch“, so der Deutschlandfunk über Lavinia Greenlaw, „begabt mit einem feinen Gespür für die Eigenheiten der Natur, für Landschaften, Lichtverhältnisse, Erdtöne und Farbschattierungen von Wasser, für die unmerklichen Übergänge der Elemente, für die Schärfen und Unschärfen des Blicks.“ Dass der Name der britischen Lyrikerin im deutschsprachigen Raum vornehmlich Insidern bekannt ist, nicht zuletzt an der zögerlichen Übersetzungspraxis. In ihrer Heimat zählt Lavinia Greenlaw hingegen zu den maßgeblichen Stimmen ihrer Generation – eine Stimme, die es hierzulande noch zu entdecken gilt.

In Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Haus

Jan Wilm

Jan Wilm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für England- und Amerikastudien der Goethe-Universität.

Lavinia Greenlaw

Lavinia Greenlaw schreibt Lyrik, aber auch Romane, Kurzgeschichten und wissenschaftliche Aufsätze. Zuletzt erschien 2014 „A Double Sorrow: Troilus and Criseyde“, angelehnt an die berühmte Versdichtung des mittelalterlichen Dichters Geoffrey Chaucer. 

Seeheim-Jugenheim
Gartensalon im Schloss Heiligenberg
Ort: Gartensalon im Schloss Heiligenberg
Auf dem Heiligenberg 8
64342 Seeheim-Jugenheim

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Ursula Krechel
Die da. Gedichte

Moderation: Heike Gfrereis

Ursula Krechels Erfolg als Romanautorin macht mitunter vergessen, dass sie zunächst einmal und vielleicht sogar mehr noch eine wunderbare Dichterin ist. Ohne damit eine Gattung gegen die andere auszuspielen, soll dieser Abend dazu dienen, das lyrische Werk von Ursula Krechel vorzustellen und zu würdigen. Über die sinnliche Schönheit von Krechels Gedichten sagte Friederike Mayröcker: „Das ist eine poetische Sprache des 21. Jahrhunderts, verzeihen Sie, dasz ich so enthusiastisch reagiere.“ Und Ursula Krechel selbst hat einmal geschrieben, dass sie in den Gedichten begriff, was sie in Begriffen nie begreifen wollte.

In Kooperation mit Kultur im Schloss Heiligenberg e.V.

Ursula Krechel

Für ihren Roman „Landgericht“ wurde Ursula Krechel mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Nach einer Auswahl von Gedichten, die 2013 unter dem Titel „Die da“ veröffentlicht wurde, brachte sie 2015 den Essayband „Stark und leise. Pionierinnenheraus“.

Heike Gfrereis

Heike Gfrereis ist Leiterin der Museumsabteilung im Deutschen Literaturarchiv Marbach derzeit beurlaubt für freie Forschungs- und Ausstellungsprojekte) und Honorarprofessorin an der Universität Stuttgart. 

Eppstein
Burgvilla
Ort: Burgvilla
Rödelbergweg 1
65817 Eppstein

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Norbert Hummelt
Fegefeuer. Gedichte

Moderation: Beate Tröger

Norbert Hummelts jüngst erschienener Gedichtband „Fegefeuer“ (2016) zeigt einen Dichter der mittleren Generation auf der Höhe seines Könnens. In kurzen Momentaufnahmen, die (neben dem Berlin von heute) das Rheinland der sechziger Jahre evozieren, kartiert er Menschen und Landschaften, die noch vom jüngst vergangenen Krieg gezeichnet sind. Sein lyrisches Ich hat die Mitte des Lebens erreicht, als es seine Kindheit vergegenwärtigt. Der Erinnerung entlockt es Szenen und Impressionen, in denen die Zeit verkapselt scheint. Immer wieder taucht der Vater auf, dessen Tod alles andere überschattet. „In subtil geflochtenen Terzinen, diskret gesetzten Binnenreimen und ruhig dahinfließenden Langzeilen durchquert dieser Dichter die Dämmerzonen zwischen Traum und Trance, Meditation und Visionen, in denen die Stimmen der Toten hörbar werden“, so der Kritiker Michael Braun in seiner Würdigung des Buches.

In Kooperation mit der Burgvilla und dem Main-Taunus-Kreis

Norbert Hummelt

Norbert Hummelt ist Dichter, Übersetzer und Essayist. Seine Übersetzung von T. S. Eliots "Vier Quartette" wurde im Jahr 2015 veröffentlicht. Zuletzt erschien von ihm 2016 der Gedichtband „Fegefeuer“.

Beate Tröger

Beate Tröger lebt als freie Journalistin und Literaturkritikerin in Frankfurt am Main.

Hochheim am Main
Weinbaumuseum
Ort: Weinbaumuseum
Wiesbadener Str. 1
65239 Hochheim am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Nico Bleutge
nachts leuchten die schiffe. Gedichte

Moderation: Hans-Jürgen Balmes

Wer erfahren will, was nur Gedichte können, der muss Nico Bleutge lesen. Sein jüngster Band „nachts leuchten die schiffe“ (2017) huldigt der „erkundung für waches schauen“. Ob innen oder außen, ob nah oder fern, ob vergangen oder gegenwärtig, ob organisch oder anorganisch – Nico Bleutge verwebt alles mit feinster Wahrnehmung. Dieser lyrische Phänomenologe bleibt in allen seinen Erkundungen immer Rationalist, der dem Licht mehr vertraut als dem Dunkel. Und so wie er sich in die Beobachtung versenkt, so versenkt sich der Leser in seine Verse und wird dafür vielfach belohnt. Sei es der Bosporus mit seinen Öltankern und Containerschiffen oder die Kindheit am Rhein – Nico Bleutge verwandelt sie in Poesie. Im Anschluss an die Lesung findet eine Führung durch das Weinbaumuseum statt. Dauer: 30 Minuten. Führung im Eintrittspreis inbegriffen.

In Kooperation mit dem Weinbaumuseum, der Stadt Hochheim und dem Main-Taunus-Kreis

Nico Bleutge

Nico Bleutge schreibt seit 2001 als freier Literaturkritiker unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung. Seine Gedichte wurden in Anthologien und Literaturzeitungen veröffentlicht. Im März erschien sein Lyrikband „nachts leuchten die schiffe“.

Hans Jürgen Balmes

Hans Jürgen Balmes ist Programmleiter im S. Fischer Verlag und Mitherausgeber der Neuen Rundschau. 

Frankfurt am Main
Frankfurter Goethe-Haus
Ort: Frankfurter Goethe-Haus
Großer Hirschgraben 23–25
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Ghayath Almadhoun, Barbara Köhler und Gonca Özmen
Dichten ist ein Übermut (West-östlicher Divan)

Moderation: Stefan Weidner

In deutscher und englischer Sprache

Der alte Orient, die Wiege der Zivilisation, versinkt in Barbarei und Chaos. Höchste Zeit zu fragen, wie Dichter aus Deutschland, Syrien und der Türkei den politischen Zusammenbruch eines so reichen und vielfältigen Kulturraums wahrnehmen. Ganz abgesehen von der individuellen Lebenssituation, die für Menschen aus der Region von Krieg, Repression und der Frage nach Exil überschattet ist. Es sind Fragen, die sich an die drei Gäste des Abends als kritische Zeitgenossen, aber auch als Künstler richten.

In Kooperation mit dem Frankfurter Goethe-Haus

Ghayath Almadhoun

Der palästinensisch-syrische Dichter und Filmemacher Ghayath Almadhoun lebt seit 2008 in Schweden. Zusammen mit der schwedischen Dichterin Marie Silkeberg publizierte er zwei Gedichtbände, zuletzt „Till Damaskus“ (2014).

Barbara Köhler

Barbara Köhler erhielt 2016 den Peter-Huchel-Preis. Ihr Band Istanbul. zusehends“ wurde 2015 veröffentlicht.

Gonca Özmen

Die Gedichte von Gonca Özmen wurden unter anderem ins Deutsche, Englische und Französische übertragen. Sie ist Herausgeberin des Literaturmagazins Palto.

Stefan Weidner

Stefan Weidner ist Schriftsteller, Journalist und übersetzt Lyrik aus dem Arabischen.

Sa 1. Juli
Frankfurt am Main
Evangelische Akademie Frankfurt
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt
Römerberg 9
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: 12 / 10 Euro

Tickets

Frankfurter Lyriknacht
mit Konstantin Ames, Nico Bleutge, Mara-Daria Cojocaru, Norbert Hummelt, Dagmara Kraus, Ursula Krechel, Steffen Popp, Ilma Rakusa und Ron Winkler

Moderation: Michael Braun, Alf Mentzer und Sabine Küchler

Zum großen Finale der Frankfurter Lyriktage lesen namhafte Dichterinnen und Dichter einen ganzen Abend lang aus ihren neuen Werken und stehen einem versierten Moderatorentrio Rede und Antwort. Es wird ausschweifend und abschweifend, intensiv und irritierend, heiter und tiefgründig. Und am Ende, wenn alle Verse rezitiert sind und auch das letzte Glas Wein geleert wurde, bleibt eine Ahnung davon, was und wie die Lyrik dieser Tage im besten aller Fälle sein kann.

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Frankfurt

Konstantin Ames

Konstantin Ames lebt als Autor und Übersetzer in Berlin. 2016 brachte er „sTiL.e(zwi)Schenspiele“ heraus.

Nico Bleutge

Nico Bleutge schreibt seit 2001 als freier Literaturkritiker unter anderem für die Neue Zürcher Zeitung. Seine Gedichte wurden in Anthologien und Literaturzeitungen veröffentlicht. Im März erschien sein Lyrikband „nachts leuchten die schiffe“.

Mara-Daria Cojocaru

Mara-Daria Cojocaru lehrt Praktische Philosophie an der Hochschule für Philosophie München und veröffentlichte 2016 den Gedichtband „Anstelle einer Unterwerfung“.

Norbert Hummelt

Norbert Hummelt ist Dichter, Übersetzer und Essayist. Seine Übersetzung von T. S. Eliots "Vier Quartette" wurde im Jahr 2015 veröffentlicht. Zuletzt erschien von ihm 2016 der Gedichtband „Fegefeuer“.

Dagmara Kraus

Dagmara Kraus, deren Lyrikdebüt „kummerang“ 2012 erschien, pendelt als Lyrikerin und Übersetzerin zwischen Südfrankreich und Berlin. In ihrer letzten Veröffentlichung „wehbuch“ (2016) widmete sie sich dem Klagegesang.

Ursula Krechel

Für ihren Roman „Landgericht“ wurde Ursula Krechel mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet. Nach einer Auswahl von Gedichten, die 2013 unter dem Titel „Die da“ veröffentlicht wurde, brachte sie 2015 den Essayband „Stark und leise. Pionierinnenheraus“.

Steffen Popp

Steffen Popp ist Schriftsteller und Übersetzer. Sein neuester Gedichtband „118“ (2017) stand auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse.

Ilma Rakusa

Die Schriftstellerin, Übersetzerin und Publizistin Ilma Rakusa setzt sich für die Vermittlung osteuropäischer Literatur ein und wurde dafür zuletzt mit dem Berliner Literaturpreis geehrt. Sie sitzt unter anderem in der Fachjury des Zuger Übersetzer-Stipendiums. 2016 veröffentlichte sie den Gedichtband „Impressum: Langsames Licht“.

Ron Winkler

Von dem Schriftsteller Ron Winkler erschienen bislang vier Gedichtbände, sein neuester Band heißt „Karten aus Gebieten“ (2017).

Michael Braun

Michael Braun ist Literaturkritiker und Herausgeber des „Deutschlandfunk Lyrikkalenders“.

Alf Mentzer

Alf Mentzer leitet die Literaturredaktion von hr2-kultur. 

Sabine Küchler

Sabine Küchler ist die Leiterin der Hörspielabteilung beim Deutschlandfunk und Lyrikerin.

Offenbach am Main
afip!
Ort: afip!
Ludwigstraße 112 A
63067 Offenbach am Main

Eintritt: frei

Alexandru Bulucz und Marcus Roloff
After Offtopia

Wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Wie wollen wir leben und wo? Um diese und weitere Fragen dreht sich Offtopia, das zweitägige Utopie-Festival für Offenbach, Hessen und die Welt, initiiert von Julia Diehl und veranstaltet von der akademie für interdiziplinäre prozesse. Grund genug für die Frankfurter Lyriktage, den Faden aufzunehmen und zusammen mit den Schriftstellern Björn Kuhligk und Marcus Roloff in Lesung und Gespräch nach den utopischen Potenzialen der Lyrik zu fragen. Im Anschluss Barabend mit DJs.

Hinweis: Björn Kuhligk musste seine Teilnahme leider absagen. Es lesen und diskutieren Alexandru Bulucz und Marcus Roloff. 

In Kooperation mit der afip! – akademie für interdiziplinäre Prozesse und dem Amt für Kultur- und Sportmanagement Stadt Offenbach

Björn Kuhligk

Der Berliner Schriftsteller Björn Kuhligk schreibt Lyrik und Prosa. Zuletzt erschien im vergangenen Jahr der Gedichtband „Die Sprache von Gibraltar“.

Marcus Roloff

Der Lyriker und Übersetzer Marcus Roloff lebt in Frankfurt am Main. 2015 veröffentlichte er den Gedichtband „Reinzeichnung“.

Alexandru Bulucz

Alexandru Bulucz ist Lyriker, Übersetzer, Literaturwissenschaftler und Mitglied des Kollegs Schreibszene Frankfurt an der Goethe-Universität.

Nach oben