Veranstaltungen

Fr 23. Juni
Frankfurt am Main
Stadtbücherei Frankfurt
Ort: Stadtbücherei Frankfurt
Hasengasse 4
60311 Frankfurt am Main

Eintritt: frei

Najet Adouani und Yamen Hussein
Zuflucht in Deutschland

Moderation: Josef Haslinger
Übersetzung: Leila Chammaa

In vielen Ländern der Welt ist die Meinungsfreiheit akut bedroht. Künstler und Intellektuelle sehen sich zunehmend Gewalt, Hass und Verfolgung ausgesetzt. Mit seinem Writers-in-Exile-Programm unterstützt der deutsche PEN Autorinnen und Autoren, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Unter ihnen Najet Adouani und Yamen Hussein, deren Gedichte Eingang in die von Josef Haslinger und Franziska Sperr herausgegebene Anthologie „Zuflucht in Deutschland“ gefunden haben.

In Kooperation mit der Stadtbücherei Frankfurt und dem PEN-Zentrum Deutschland e.V.

Najet Adouani

Die tunesische Schriftstellerin Najet Adouani veröffentlichte sechs Lyrikbände auf Arabisch. 2012 floh sie nach Deutschland.

Yamen Hussein

Der syrische Dichter Yamen Hussein lebt seit 2014 in München. Seine Flucht verarbeitete er in einem in Kürze erscheinenden Lyrikband.

Josef Haslinger

Josef Haslinger ist Professor für Literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und war bis vor kurzem Präsident des PEN-Zentrums Deutschland.

Leila Chammaa

Leila Chammaa ist Dolmetscherin und Übersetzerin.

Königstein im Taunus
Siegfried Vögele Institut
Ort: Siegfried Vögele Institut
Ölmühlweg 12
61462 Königstein im Taunus

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Marion Poschmann
Geliehene Landschaften. Gedichte

Moderation: Insa Wilke

Am Anfang waren nicht Götter und Mythen, sondern Gartenbau und Dichtkunst. Ein programmatisches Motto, das die renommierte Lyrikerin Marion Poschmann ihrem jüngsten Gedichtband voranstellt. „Geliehene Landschaften“ ist das Ergebnis einer poetischen Erkundung von Parks und Gärten. Sie „lag in Kieferschonungen und dachte // in Blättern, folioser Wahn.“ Eine Seh-Sucht und eine Garten-Sucht bricht sich Bahn in diesen streng komponierten Gedichten, die Naturlyrik ins Hier und Heute versetzen. Form ist dieser eigensinnigen Dichterin kein Schnittmuster, sondern ein Material, mit dem es zu arbeiten gilt. Das ermöglicht ihr einen schöpferischen Umgang mit der Sprache, die sie kultiviert und pflegt wie die Meister der Gartenbaukunst ihre Beete und Blumen.

In Kooperation mit dem Siegfried Vögele Institut und dem Hochtaunuskreis

Marion Poschmann

Marion Poschmann lebt als Schriftstellerin in Berlin. Neben „Geliehene Landschaften“ erschien von ihr 2016 auch der Essayband „Mondbetrachtung in mondloser Nacht“. In diesem Jahr erhielt sie den Deutschen Preis für Nature Writing und den Düsseldorfer Literaturpreis.

Insa Wilke

Insa Wilke ist freie Literaturkritikerin und schreibt unter anderem für Die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. 

Frankfurt am Main
AusstellungsHalle 1A
Ort: AusstellungsHalle 1A
Schulstraße 1 A
60594 Frankfurt am Main

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Max Czollek, Tristan Marquardt und Daniela Seel
Lyrik im Hier und Jetzt

Moderation: Beate Tröger

Die Gegenwartslyrik ist wieder en vogue. Ihr Aufschwung verdankt sich nicht zuletzt dem Aktivismus einer Generation, die sich mit dem Schattendasein am Rand des Literaturbetriebs nicht länger abfindet. Junge Lyrikerinnen und Lyriker erproben nicht nur neue Ausdrucksformen und Sprechweisen, sondern gründen autonome Publikationsorgane und schließen sich in Kollektiven und Netzwerken zusammen. Wo alte Strukturen im Verschwinden begriffen sind, weil sie sich als untauglich erweisen, entsteht so etwas Neues.

In Kooperation mit der Ausstellungshalle 1A

Max Czollek

Der Lyriker Max Czollek organisiert am Berliner Maxim Gorki Theater die Literaturreihe „Gegenwartsbewältigung“. Zuletzt erschien 2016 der Gedichtband „A.H.A.S.V.E.R“.

Tristan Marquardt

Tristan Marquardt ist wie Max Czollek Mitglied des Lyrikkollektivs G13 und veröffentlichte 2013 seinen Debütband „das amortisiert sich nicht“.

Daniela Seel

Daniela Seel ist Lyrikerin und Übersetzerin und betreibt den Berliner Verlag kookbooks, in dem 2015 ihr zweiter Gedichtband „was weißt du schon von prärie“ erschien.

Beate Tröger

Beate Tröger lebt als freie Journalistin und Literaturkritikerin in Frankfurt am Main.

Frankfurt am Main
Romanfabrik
Ort: Romanfabrik
Hanauer Landstraße 186
60314 Frankfurt am Main

Eintritt: 7 / 4 Euro, Reservierung Tel.: 069 49084828, reservierung@romanfabrik.de

Tickets

Stéphane Bouquet, Valère Novarina und Jacques Roubaud
Poesie aus Frankreich

Moderation und Übersetzung: Michael Hohmann
Lesung: Stéphane Bittoun und Leopold von Verschuer
Musikalische Begleitung: Max Clouth

In deutscher und französischer Sprache

Frankreich ist 2017 Gastland der Frankfurter Buchmesse. Aus diesem Anlass stellen die Frankfurter Lyriktage drei renommierte Vertreter der französischen Gegenwartslyrik vor. Jeder von ihnen hat auf seine Weise aus der Gedichtrezitation eine eigene Kunstform gemacht. Für diese Lyriker ist die Poesie nicht nur ein literarisches Genre oder eine Form, sondern immer auch ein Impulsgeber, der unsere Beziehung zur Welt und zu den anderen aufrühren und neu ausrichten kann.

In Kooperation mit der Romanfabrik und Frankfurt auf Französisch

Im Rahmen von Frankfurt auf Französisch – Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017

Stéphane Bouquet

Stéphane Bouquet schreibt neben Gedichten auch Drehbücher und arbeitet als Übersetzer.

Valère Novarina

Valère Novarina ist Dichter, Dramatiker, Essayist, Regisseur und Maler.

Jacques Roubaud

Jacques Roubaud ist Mathematiker, Dichter, Romancier und Mitglied der Gruppe Oulipo. 

Michael Hohmann

Michael Hohmann ist Geschäftsführer der Romanfabrik.

Stéphane Bittoun

Stéphane Bittoun ist Regisseur, Sprecher und Schauspieler.

Leopold von Verschuer

Leopold von Verschuer ist Übersetzer (unter anderem von Valère Novarina), Schauspieler und Regisseur.

Max Clouth

Der Gitarrist Max Clouth erhielt 2017 das Frankfurter Jazzstipendium.

Oberursel
café portstrasse
Ort: café portstrasse
Hohemarkstraße 18
61440 Oberursel

Eintritt: 9 / 6 Euro

Tickets

Paul-Henri Campbell und Nora Gomringer
Pest, Depressionen und ein krankes Herz. Lyrische Krankheitsdiagnosen

„Morbus“ (2015) nennt Nora Gomringer den zweiten Band ihrer „Trilogie der Oberflächen und Unsichtbarkeiten“. Sie rückt darin den großen, dunklen Krankheiten, den im kollektiven Gedächtnis tief eingegrabenen Pest- und Typhusepidemien oder den aktuellen Menschheitsgeißeln Depression und Krebs mit Lyrik zu Leibe – und hält sie doch auf Distanz. Existentieller ist der Ton in Paul-Henri Campbells Krankheitszyklen aus dem neuesten Band „Nach den Narkosen“ (2017): Hier ringt das lyrische Ich um sein fragiles Herz und mit den Zumutungen der medizinischen Behandlung. Es zeichnet ein erregtes Wortdiagramm aus innerer Autonomie und (lebensnotwendigen) Ein- und Übergriffen. Lesung und Gespräch über die Möglichkeiten der Lyrik, über Krankheit zu sprechen.

In Kooperation mit LiteraTouren Oberursel, dem café portstrasse und dem Hochtaunuskreis

Paul-Henri Campbell

Der deutsch-amerikanische Schriftsteller Paul-Henri Campbell verfasst Lyrik und Prosa, unter anderem „Space Race“ (2015).

Nora Gomringer

Nora Gomringer gewann 2015 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Zuletzt erschienen von ihr in diesem Jahr „Moden“ und zusammen mit dem Drummer Philipp Scholz die Lyrik-und-Jazz-CD „Peng, Peng, Peng“.

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